Wirkungsweise

Vergleich der Erwärmungszeiten der wichtigsten Kunststoffe 

STIR®-Strahler erzeugen ein spezielles Infrarot mit einer Wellenlänge, insbesondere im Bereich von 2-10 µm, das der Absorption der CH-Gruppen im Kunststoff weitgehend entspricht. Damit können die Erwärmungsprozesse gegenüber den derzeit eingesetzten Techniken ohne Qualitätsminderung beschleunigt werden.

  • Energieeinsparungen von 40-50%
  • Zeiteinsparung von 60-80%

Gelieren von PO-Plastisol

Durch die Umstellung von feuchtigkeitshärtendem Silikon auf warm-härtenden EP-Klebstoff und ein STIR®-Erwärmungssystem kann eine extreme Beschleunigung der Aushärtung des Klebstoffes erreicht werden. Dies findet z. B. Anwendung im Automobilbau.

  • Verkürzung der Prozesszeiten auf <50%
  • Energieeinsparung um 30-50%

Erwärmzeit von 1K-EP-Klebstoff

STIR® ist im Vergleich zur herkömmlichen Bearbeitung von Klebstoffen mit Konvektionswärme (KW) und nahem Infrarot (NIR) effektiver, da das Absorptionsvermögen der chemischen Moleküle im Produkt weitgehend dem Emissionsspektrum von STIR® entspricht. Damit kann man den Zeit- und Energieaufwand ohne Qualitätsminderung bedeutend reduzieren.

  • Verkürzung der Prozesszeiten auf <50%
  • Energieeinsparung um 30-50%

Aushärten von 2K-EP Harzen bei 80°C

Durch Abstimmung der Emission der STIR®-Strahler mit der Absorption der funktionellen Gruppen in den glasfaserverstärkten Epoxiharzen kann man den Aushärtungsprozess des EP-Laminierharzsystems besser steuern und dabei den Zeit- und Energieaufwand deutlich reduzieren.

  • Zeiteinsparung und Flächenreduzierung auf 25%
  • Beschleunigung des Prozessdurchlaufes

Anwendungsorientierung und Absorptionsbanden

MolekülgruppenWellenlänge (µm)Temperatur (°C)DT (°C)
-CH3,5-3,1555-662608
-OH; -NH3,12-2,85654-744699
-NCO4,54-4,42365-383374
-NH25,91-6,0217-211214
-C=O5,88220220
Arom.Ring6,25190190
-CO (Epoxidring)8,068787

Das vom Gut benötigte λ max. und die stärksten Absorptionsbanden für typische OH- und CH-Gruppen liegen bei 3 bis 8 µm (anwendungsorientierte Auswahl der relevanten Funktionskeramik)

Anwendungsbeispiel

Vorteile:

  • Maximale Emission der Strahler im Wellenbereich von 2 bis 10 μm, welche auf die Absorption der Kunststoffe abgestimmt ist
  • Schnelle Reaktionszeiten, dadurch Verkleinerung und Verbilligung der Anlagen
  • Spürbare Verbesserung der Energieeffizienz, dadurch Kostensenkung und Reduzierung des CO2-Ausstoßes
  • Fertigung nach individuellen Kundenanforderungen oder Modulbauweise
  • Direkte und gleichmäßige Erwärmung (berührungslos)
  • Partielle Bestrahlung durch modulare Konstruktion möglich
  • Variable 3-D-Geometrie durch waagerechte und senkrechte Strahler

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